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Dr. phil. Friedjung Jüttner

Literatur zur Theorie und Praxis der Schicksalsanalyse
 

Altenweger A. u.a.: Leopold Szondi – Die Schicksalsanalyse. Zürich: Szondi-Verlag 2008   (5. überarbeitete Auflage, 28. Seiten).

Diese Broschüre möchte ihren Leserinnen und Lesern einen leicht verständlichen und ganz knappen Überblick geben über Theorie und Praxis der Schicksalsanalyse.

Szondi, L. : Freiheit und Zwang im Schicksal des Einzelnen. Bern: Huber 1995 (3. Auflage, 96 Seiten).

L. Szondi sagt: „Indem der Mensch unter allen Lebewesen allein zur Bewusstmachung seines Schicksals fähig ist, trägt er in der Tat eine Würde. Indem er aber die Aufgabe auf sich nehmen muss, die Gegensätzlichkeiten zwischen Freiheit und Zwang, zwischen persönlichem Ich und familiärem Erbe zu überbrücken, trägt er die schwere Bürde des Menschenlebens.“ Dieses Buch weist Wege auf, wie jeder Einzelne diese Aufgabe lösen könnte.

Jüttner F.: Schicksalsanalyse in Zusammenfassungen. Die fünf wichtigsten Bücher L. Szondis im Überblick. Zürich: Szondi-Verlag 1998, (300 Seiten).

Diese Zusammenfassungen der 5 wichtigsten Bücher L. Szondis möchten eine Hilfe sein bei der Einführung in die Schicksalsanalyse. Sie vermitteln einen Einblick in die Theorien und Anwendungen dieser Therapierichtung. Mit vielen Zitaten und mit der Beibehaltung der Tabellen wird versucht, dem Original möglichst  nahe zu bleiben.

Das Buch wendet sich an Psychologinnen und Psychologen, an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und an alle Leser, die sich mit einer tiefenpsychologischen Richtung beschäftigen wollen, bei der auch das Erbe oder das familiäre Unbewusste und dessen Einfluss auf das Erleben und Verhalten des Menschen berücksichtigt wird.

Jüttner F.: Wähle, was du bist! Zürich: Szondi-Verlag 2009, (94 Seiten).

Was ist mein persönliches Schicksal? Kann ich darauf Einfluss nehmen? Und wenn ja, wie? Inwieweit bin ich von meinem Erbe und dem Einfluss meiner Familie abhängig?
 
Diesen Fragen hat sich der Arzt Leopold Szondi gewidmet. In seiner Schicksalsanalyse zeigt er einen Weg zu mehr Freiheit im Sinne persönlicher Selbstbestimmung und zu grösserer Menschlichkeit auf. In einer allgemein verständlichen Sprache werden in diesem Buch drei seiner psychologischen Konzepte vorgestellt: das familiäre Unbewusste, das Bedürfnissystem und die Lehre vom Ich. Diese Konzepte bieten nicht nur Hilfe bei wichtigen Entscheidungen, sondern zeigen auch den Weg menschlichen Werdens auf. Und dieses Werden führt zu grösserer Freiheit und Menschlichkeit.

Jüttner F.: Nimm dein Schicksal in die eigene Hand! Versus Verlag, Zürich, 2012, (144 Seiten)

Was ist Schicksal? Am Beispiel von Nicolas Hayek wird Schicksal und die Tatsache des spezifisch persönlichen Schicksalsgestalten, das Erringen von Freiraum für die eigene Wahl des Schicksals, ausgehend vom familiär dominierenden Hintergrund, überzeugend dargestellt

Welche innerpsychischen Kräfte treiben uns an? Eine Einführung in  die Bedürfnislehre der Schicksalsanalyse. Die Darstellung des Autors nötigt Respekt ab, denn er schuf eine moderne Darstellung der Bedürfnislehre, die auch „alten Füchsen“ unter den Psychologen ein anerkennendes Staunen  entlocken wird. Aus der Wirrnis der Gefühle und dem Widerstreit des Wollens und Könnens hat Jüttner die wesentlichen psychischen Beweggründe des Daseins herausgearbeitet.

Schliesslich die Familie und ihre Dimension der Vergangenheit: Die Verwobenheit des Einzelnen mit dem Familienverbund und dessen Vielfalt vererbbarer Eigenschaften, Methoden zur Lebensbewältigung, konstitutive Stärken und Schwächen, mentale und psychische Besonderheiten sowie berufliche Neigungen, prägen das Zwangsschicksal – Ahnenzwang! - des Einzelnen. Dabei kommt auch die Wirkfähigkeit Genetik und der Epigenetik zur Sprache. Dies darzustellen und zugleich die Instrumente der schicksalsanalytischen Therapie wie Genogramm, Stammbaumanalyse zu skizzieren, begleitet von Beispielen aus der therapeutischen Praxis, ist dem Autor gut gelungen.

Und endlich die Frage nach dem Umsetzen der gewonnen Erkenntnisse. Wie managen Sie sich selbst?  Da beschäftigt sich der Autor intensiv mit dem ICH, dem Lenkungsorgan der wachen Psyche. Das ICH wählt, arrangiert, organisiert, verhindert, vernetzt und stellt die «Software» zur Verteilung der psychischen Kräfte von Werden und Wollen. 

Ferner ergänzt der Autor seinen Text mit einer «Kleinen Psychologie von A bis Z.» Sehr wertvoll, gibt Aufschlüsse und vertieft knappe Hinweise im Text. Dieser alphabetisch gegliederte Teil ist nicht einfach Wikipedia im Kleinen, sondern sind Aufklärungstexte des Autors.

Schliesslich findet sich am Schluss der Abschnitt «Zum Tun und Lassen», der sechs, mit persönlichem Gewinn zu verarbeitende Aufgaben umfasst. Und was den professionellen Leser noch besonders freut, ist die Krönung des Werkes durch ein Stichwortverzeichnis
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